Chloé Ich schüttelte leicht den Kopf bei seiner Frage. "Nein, vielen Dank, es ist alles in Ordnung.", sagte ich leise. "Es tut mir leid wegen des Weges.", sagte ich leise, als auch mir auf fiel, dass ich die Hälfte der Steine des Weges auf dem Gras daneben lag. Am liebsten würde ich mich einfach umdrehen und in das Labyrinth laufen, weg von ihm, weg von meinen Eltern und ihren strengen Blicken, weg vor der Tatsache, dass ich heiraten würde, doch ich wusste, dass das alles nicht verschwinden würde, dass ich nicht davor weg laufen konnte, sondern so schnell wie möglich lernen musste mich damit zu arrangieren, mich in meine neue Rolle einzufügen. Ich wusste, dass das nicht leicht werden würde, schließlich war das alles hier eine ganz andere Welt als meine. Noch immer lag ein roter Schimmer auf meinen Wangen, doch langsam wurde es besser, auch wenn es mir noch immer peinlich war, dass ich mich so ungeschickt präsentiert hatte. Wenigstens wendeten meine Eltern endlich ihren Blick von mir ab, auch wenn ich genau wusste, dass sie diese Situation garantiert nochmal zu Sprache bringen würden, denn das war absolut nicht das Benehmen, das sie von mir erwartet hatten.
Das Leben ist wie eine Pusteblume... Wenn die Zeit gekommen ist, muss jeder für sich alleine fliegen...
Jackson "Bist du dir sicher?", hakte ich noch einmal nach und starrte dann auf den Weg. Schnell zuckte ich mit den Achseln. "Das bringen die Gärtner schon wieder in Ordnung", sagte ich als währe es das normalste der Welt, was es eigentlich auch für mich war. Mit einem kurzen winken rief ich einen der Gärtner, der sich sofort um den zerstörten Steinweg kümmerte. Mit einem etwas schnellerem Schritt lief ich weiter. An einer Abzweigung wählte ich genau den Weg für einen Rundgang um am ende des Weges wieder beim Haupteingang zu landen und somit zu meinen Eltern in den Saal zurück zu kehren. Umso weiter wir liefen umso breiter wurde der Weg, da er auch für Reiter gemacht wurde, sie in diesem Viertel trainieren wollten, wesshalb die Steine auch nach und nach kleiner wurden. Von weitem konnte ich schon das große Tor sehen, welches der Ausgang aus diesem grünen sonnigen Paradies war.
Chloé Ich nickte noch einmal einen Moment lang. "Ja, das bin ich.", meinte ich leise, aber sicher, auch wenn ich mittlerweile recht sicher war, dass seine Sorge nicht echt war, er wollte vermutlich auch nur gut vor meinem Eltern da stehen, denn schließlich steckten sie auf irgendeine komische Art unter einer Decke, sonst wäre das alles hier ja niemals zu Stande gekommen. Als sich der Gärtner schnell um den Weg kam, war ich etwas erleichtert, dass das Thema für ihn anscheinend damit erledigt war, dass der Gärtner sich darum kümmerte. Als wir weiter liefen, verbreiterte sich der Weg langsam ein wenig und die Steine wurden kleiner. Nach einer Weile kam uns ein Reiter entgegen, was erklärte warum der weg hier anders war. Er nickte dem Prinzen höflich zu, warf mir und meiner Familie allerdings einen fragenden und zugleich kritischen Blick zu, bevor er weiter ritt. Nachdem wir den Garten verlassen hatten, waren wir schon fast wieder im Schloss, mir hatte die Führung auch gereicht. Kurze Zeit später waren wir wieder in dem Saal angekommen, in dem seine Eltern waren.
Das Leben ist wie eine Pusteblume... Wenn die Zeit gekommen ist, muss jeder für sich alleine fliegen...
Jackson Hinter mir schloss ich das Haupttor, nachdem wir den Garten hinter uns gelassen hatten und langsam wieder in Richtung des großen Saales gingen. Als wir den Saal betraten konnte ich meine Eltern leise miteinander reden hören. Es ging wohl mal wieder um mich aber anscheinend um nichts positives. Ich wollte aber gar nichts weiteres hören und machte mich mit einem kurzen. "Wir sind wieder da. Die Führung ist beendet" bemerkbar, worauf die beiden auch aufhörten zu tuscheln und sich gerade hinsetzen. "Und hat es euch gefallen?", erkundigte sich meine Mutter lächelnd bei der Bauernfamilie. Meine Mutter war schon immer gut daran zu lächeln ohne zu zeigen was sie wirklich dachte und welchen Gesichtsausdruck sie gerne aufgesetzt hätte. Den kleinen Unfall erwähnte ich nicht und hoffte, dass der Gärtner alles wieder in Ordung brachte bevor meine Eltern davon Wind bekamen.
Chloé Als wir den Saal betraten, sprachen seine Eltern offensichtlich gerade über irgendetwas, doch als sie uns bemerkten beendeten sie ihr Gespräch schnell und sahen im unsere Richtung. "Es ist wirklich sehr schön hier.", antwortete meine Mutter lächelnd. Sie schien es wirklich genossen zu haben, als würde sie am liebsten gleich hier einziehen und für immer hier bleiben. Ich hingegen wollte einfach nur noch weg von hier, die Sache im Garten war mir noch immer unangenehm, auch wenn man es mir mittlerweile nicht mehr ansehen konnte, zum Glück. Wenn seine Eltern mich darauf ansprechen würden, würde es nur noch unangenehmer werden und meine Eltern würden sich hüten die Tollpatschigkeit ihrer eigenen Tochter zur Sprache zu bringen. Als mein Blick aus einem der Fenster wanderte, bemerkte ich, dass es mittlerweile schon nachmittag war. Ich war ja mal gespannt, wie meine Eltern das alles hier weiterhin geplant hatten, ob ich hier einziehen sollte oder etwas in der Art. Doch das würde ich vermutlich alles noch erfahren.
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Jackson Anscheinend waren meine Eltern und die des Mädchens schon mehr ins Gespräch gekommen als wir beide. So genau wusste ich nicht was meine Eltern vorhatten, aber ich nam an, dass sie schon ein Zimmer für sie vorbereitet hatten und die Eltern vor Anbruch der Nacht wieder abreisen würden. Mir gefiel der Gedanke daran sie täglich zu sehen und eine freundliche Miene zu machen ehrlich gesagt nicht so wirklich gut. Wahrscheinlich würden meine Eltern mich zwingen im Schloss zu bleiben und meine Freunde würden schon bald denken, dass ich entweder tot oder verschollen sei, denn hier ins Schloss ohne Einladung zu kommen hatte sich noch niemand von ihnen getraut. "Wann möchtet ihr denn die Heimreise antreten?", fragte schließlich mein Vater an die Eltern gewant. "Falls sie noch eine Nacht hierbleiben wollen ehe ihre Tochter hier einzieht, können wir ihnen gerne ein paar Zimmer zur Verfügung stellen"
Chloé Mein Vater wollte gerade ansetzten auf die Frage seines Vaters zu antworten, als meine Mutter ihm zuvor kam. "Ich glaube, dass Chloé reif genug dafür ist auch alleine hier zu bleiben, schließlich haben wir trotz allem noch immer einiges an Arbeit auf unserem Hof.", hörte ich sie sagen und sah, wie sie lächelte. Das war ja nun die Höhe, sie ließen an einem Tag die Bombe platzen, dass ich den Prinzen heiraten sollte, hier her musste und auch noch hier wohnen sollte, von einem Tag auf den anderen aus meinem bekannten Leben gerissen und dazu gezwungen mich in eine ganz andere Gesellschaft einzugliedern, die ich gerade einmal aus Erzählungen kannte. Ich würde lernen müssen mich anders zu verhalten, anders zu sprechen, anders aufzutreten. Alles Dinge, die bisher niemanden interessiert hatten und auf einmal total wichtig waren. Unsere Eltern schienen sich ja prächtig zu verstehen, während Jackson und ich bis auf die paar Sätze im Garten noch nicht einmal wirklich miteinander gesprochen hatten.
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Jackson Mein Vater nickte nur auf diese Antwort und stand auf. "Dann werden wir euch noch bis zum Ausgang begleiten", meinte er und meine Mutter erhob sich ebenfalls. Endlich wusste ich wenigstens wie sie heißt und musste das nicht auch noch fragen, da es ziemlich komisch rüberkam nicht einmal zu wissen wen man bald heiraten sollte. Zögernd folgte ich meinen Eltern nach draußen, wo der Wagen der Familie schon stand. Einer der Stallburschen hatte sich um das Pferd gekümmert, während wir alle gegessen hatten. "Wir wünschen euch noch eine angenehme Heimreise und versichern euch, dass sie bald wieder von uns und ihrer Tochter hören werden", versprach meine Mutter freundlich und faltete die Hände vor ihrem Körper. Es kam schon etwas plötzlich, dass eine fremde Person nun in unserem Schloss wohnte und mein Leben auf den Kopf gestellt wurde. Wahrscheinlich nicht so arg wie ihres, denn sie musste ich in eine völlug andere Welt hineinversetzen und ich mich nur an eine weitere Person gewöhnen. Mir würde es wahrscheinlich ähnlich gehen, wenn ich plötzlich in einem kleinen Haus im Dorf wohnen müsste.
Chloé Ich folgte meinen Eltern nach draußen und verabschiedete mich von ihnen mit einer Umarmung, auch wenn diese nicht besonders herzlich ausfiel, es war mehr eine Show für seine Eltern, damit diese nicht merkten, dass meine Eltern mich so schnell wie möglich hier lassen wollten und zurück wollten. Nachden sie noch einmal vor der Königsfamilie geknickst hatten, stiegen sie auf den Wagen un fuhren davon, ließen mich hier zurück, in einer Welt die nicht die meine war, in die ich nicht gehörte, in der ich alles neu lernen musste. Ich verkniff es mir zu Seufzen, das wäre viel zu auffällig, stattdessen atmete ich unauffällig tief durch und faltete meine Hände vor dem Körper, den Blick auf den Boden gerichtet und wartend, was ich nun tun sollte, schließlich wusste ich nicht viel über das Leben hier.
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Jackson Der Wagen fuhr davon und meine Eltern hatten es anscheinend nicht nötig noch weiterhin hier zu stehen, weshalb sie kehrt machten und zurück ins Schloss gingen. "Jackson, zeig Chloé doch bitte ihr Zimmer, damit sie sich einrichten kann", sagte meine Mutter schließlich und drehte sich zu mir um. "Natürlich", murmelte ich, während ich stehen blieb und meine Eltern den Weg weiter fortsetzten. "Folg mir einfach", wandte ich mich an sie und bog in den nächsten Gang ab. Eine große Treppe führte nach oben in ihr Zimmer, welche ich mit schnellem Schritt nach oben ging. In diesem Stockwerk lagen alle Zimmer was die Sache um einiges leichter machte. Meine Eltern hatten mir angeboten sie nicht gleich in mein Zimmer ziehen zu lassen, da ich ziemlich lange mit ihnen diskutiert hatte.
Chloé Kaum waren meine Eltern vom Hof gefahren, wandten sich seine Eltern ab und gingen nach drinnen, während sie Jackson noch anwiesen mir mein zukünftiges Zimmer zu zeigen. Ich schloss zu ihm auf und nickte dann leicht, als er meinte, dass ich ihm folgen sollte. Ich lief ihm nach und versuchte mir dabei den Weg zu merken, schließlich sollte ich mein eigenes Zimmer finden können, bei mir Zuhause, also in meinem alten Haus, war das nicht schwer, aber hier waren doch deutlich mehr Zimmer vorhanden. Und mehr Gänge in denen man sich verlaufen konnte. Schließlich waren wir bei einem Zimmer angekommen, das offensichtlich meines war. Es sah zwar wunderschön aus, doch heimisch fühlte ich mich nicht wirklich. Außerdem hatte ich nichts um es hier heimischer zu machen, außer dem, was ich am Körper trug. Endlich erlaubte ich mir einmal zu seufzte, auch wenn er es hören würde.
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Jackson Wir kamen an ihrem Zimmer an und ich öffnete die Tür. Dann trat ich ein und lehnte mich leicht ans Fensterbrett. "Kleider hängen im Schrank", wies ich sie darauf hin und zeigte auf den großen Kleiderschrank in dem bestimmt mehr Kleider platz hatten als sie anziehen konnte. Ich grübelte lange ob ich anfangen solltr offen mit ihr zu reden und entschied mich letzendlich dafür. "Da wir jetzt schon unter uns sind und wir beide wissen, dass dieses eiserne Lächeln auf unseren Lippen eigentlich die ganze Zeit nur wegen Höflichkeit aufgesetz wurde, finde ich können wir das mit dem verstellen auch lassen. Unsere Eltern wollen, dass wir heiraten also müssen wir versuchen damit klar zu kommen. Wieso meine Eltern mir keine Prinzessin aus einem anderen Dorf ausgesucht haben verstehe ich zwar auch nicht, aber Schicksal kann man nun nicht ändern", beendete ich meine Rede.
Chloé Er folgte mir in mein Zimmer und lehnte sich an meinem Fensterbrett an. Als er das mit den Kleidern erzählte, nickte ich ein klein wenig. "Danke.", sagte ich leise. Nachdem ich kurz etwas unschlüssig im Raum gestanden war, setzte ich mich schließlich auf das Bett, das um einiges größer und auch bequemer als mein altes war. "Das stimmt wohl, so wie es scheint wurde wohl keiner von uns gefragt, geschweige denn eingeweiht.", sagte ich nachdenklich. "Außerdem wird es vorallem mir kaum möglich sein, irgendetwas gegen diese Entscheidungen zu tun. Nur ist das alles hier für mich so eine andere Welt für mich...", gab ich leise, aber ehrlich zu. Es würde keinen Sinn machen ihn anzulügen, schließlich war ihm das vermutlich auch so klar und er war ja offensichtlich genauso wenig begeistert von dieser Situation wie ich, doch auch er wusste, dass wir nichts anderes tun konnten, als uns damit ab zu finden.
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Jackson Flüchtig warf ich einen Blick nach draußen. Die Sonne stand noch noch am Himmel und schien in das Zimmer. "Ich frage mich ob meine Eltern genauso zueinander gefunden haben oder ob sie sich ihre Liebe selbst aussuchen durften", murmelte ich. "Sie wollen es mir einfach nicht sagen", fügte ich hinzu falls sie sagen wollte, dass ich meine Eltern doch einmal fragen sollte, was ich ja schon vergeblich versucht hatte. "Da du ja nun hier im Schloss wohnst steht dir alles offen. So ziemlich übera hier kannst du dich umsehen", meinte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Hoffentlich findet sie den Garten nicht, den ich vorhin erwähnt hatte."Außer in mein Zimmer. Da sind immer hin noch private Sachen drin", meinte ich, da ich auf keinen Fall riskieren wollte, dass sie mein Zimmer durchsuchte und diverse Sachen fand, die ich eigentlich für mich behalten wollte.
Chloé Ich lauschte seinen Worten. "Bei meinen Eltern weiß ich es, sie haben aus Liebe geheiratet.", sagte ich leise. Ich hatte immer gedacht, dass ich auch das Glück haben würde, den Mann zu finden, den ich heiraten wollte, weil ich ihn liebte und jetzt? Jetzt stand ich von einem Tag auf den anderen hier im Schloss uns sollte den Prinzen heiraten. "Ich denke ich werde erst einmal dort bleiben, wo ich mich auskenne, bevor ich mich hier verlaufe.", sagte ich und musste tatsächlich ein wenig schmunzeln. Wenn ich schon im Garten über meine eigenen Füße stolperte, würde ich mir selbst auch zutrauen, dass ich mich in diesen riesigen Gebäudekomplex verlaufen würde. "Ich wäre nicht auf die Idee gekommen in privaten Zimmern herum zu laufen.", sagte ich dann ehrlich, so viel Privatsphäre sollte jeder haben, ich wollte auch nicht, dass irgendjemand einfach so an meine Sachen ging.
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