Mattis Ich lag auf meinem Bett und hatte Nirvana aufgedreht. Das beruhigte mich immer ein bisschen und schaltete mein Gedankenkarussel ab, sodass ich nicht weinen musste. Besonders oft kam das nicht vor, aber in manchen Situationen, wenn mich etwas oder jemand an meine Mum erinnerten, wurde ich sofort traurig und musste mich irgendwie ablenken.
»Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als Angst.«
Lucia Ich klingelte bei Emmi, sie öffnete kurz darauf und ich schlüpfte ins Haus. Wir gingen erst kurz in ihr Zimmer, dann nahmen wir eine Decke mit nach draußen in den Garten und setzten uns auf den Rasen. Sie erzählte mir von gestern. Oh. Mein. Gott.
Lucia Es tat gut mal wieder einen richtigen Mädchentag vor sich zu haben, ich hatte erst morgen wieder Training. Eigentlich müsste ich ja zu Hause zumindest ein bisschen üben aber egal, heute ging es eben nicht.
Emilia Während ich mit meiner Freundin plauderte, sah diese immer wieder zum Haus, wo man jetzt durch das Wohnzimmerfenster meinen Halbbruder erkennen konnte. Als er zu uns herübersah, winkte sie ihm kurz zu und lächelte. Ich unterdrückte den Drang, die Augen zu verdrehen.
Lucia "Er hat mich angegrinst...", murmelte ich leise und Emmi verdrehte die Augen. "Mein Gott, Lou! Du kennst ihn gerade mal seit ein paar Tagen", meinte sie kopfschüttelnd. Ich verstand mich auch nicht ganz. Normal hatte ich mit Jungs nicht viel zu tun, wenn dann waren wir Freunde oder es waren einfach Tanzpartner.
Mattis Als der Ofen piepste, machte ich den Fernseher wieder aus und ging in die Küche. Ich schaltete den Ofen aus und holte den fertigen Auflauf raus. Es roch wirklich gut, stellte ich zufrieden fest. Ich ging zur Tür, die zum Garten rausführte und blieb im Rahmen stehen. "Wollt ihr was essen? Ich hab einen Auflauf gemacht."
»Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als Angst.«