Alice Ich schnaubte. ,,Du brauchst mich nicht gleich so anzuschnauzen.", fauchte ich zurück. ,,Ich bin wegen genau der gleichen Person hier wie alle anderen auch und kann absolut Nichts dafür, dass diese Person mich zur Welt gebracht hat. Ich habe mir das verdammt nochmal nicht ausgesucht!", fuhr ich dann noch fort. Natürlich war mir klar, warum sie so unfreundlich war und ich war es Leid, dass sie mich nur danach beurteilten. Ich konnte doch nichts dafür, dass dieses etwas meine sogenannte Mutter war.
Es gibt immer einen Weg. Manchmal muss man ihn sich einfach selbst erarbeiten .
Sky Ich verdrehte leicht die Augen. "Kannst mich bitte einfach in Ruhe lassen? " fragte ich schließlich ein wenig ruhiger. "Mag ja sein, dass du genauso wenig dafür kannst wie wir alle, aber trotzdem wäre es nett, wenn du mich mit meinen Problemen alleine lässt. " murmelte ich und sah zu Boden. Es ging sie nun wirklich nichts an, was ich für Probleme ich hatte, erst recht nicht wenn es dabei um den letzten verbliebenen Teil meiner Familie ging. Meine Tränen waren wieder aus meinen Augen verschwunden ich versuchte einfach nicht mehr über diese Tatsache nach zu denken. Plötzlich spürte ich, wie das Dropship gestartet wurde und ich atmete tief durch. Ich hatte Angst vor dem, was uns auf der Erde erwarten würde.
Wer hinter die Puppenbühne geht, sieht immer Drähte...
Alice ,,Gut, dann halt nicht. Ich wollte eigentlich nur helfen.", murmelte ich und ging zu meinem Platz zurück. Gerade als ich mich gesetzt und angeschnallt hatte, startete das Dropship. Nun würde sie also beginnen, unsere Reise in Richtung Erde... Auf einmal polterte es kurz und dann schwebte eine männliche Person, vielleicht 18 oder 19 Jahre alt, in den Raum. Ich hörte nicht, was er fluchte, nur das er es tat. Warum er wohl hier war?
Es gibt immer einen Weg. Manchmal muss man ihn sich einfach selbst erarbeiten .
Sky Ich atmete tief durch, als sie sich wieder von mir entfernte und sich auf ihren eigenen Platz nieder ließ. Es war ein seltsames Gefühl, als das Dropship seinen Weg zur Erde an trat und die Schwerelosigkeit einsetzte. Ich hatte meine Augen geschlossen und versuchte so wenig wie möglich über meinen Bruder nach zu denken, weshalb ich auch nur am Rande mit bekam, wie jemand zu fluchen begann. Ich sah nicht mal auf , es interessierte mich nicht wirklich, wer es war, vermutlich irgendeiner der Jungs, die mit uns herunter gesendet worden waren. Bei den meisten wusste ich nicht einmal, warum sie hier waren, was ihr Verbrechen gewesen war.
Wer hinter die Puppenbühne geht, sieht immer Drähte...
Nathan Ich schwebte quer durch das Dropship und keiner, nicht mal meine Schwester, machte Anstalten, mir zu helfen . Ich versuchte mich irgendwo festzuhalten, damit ich nicht weiter unkontrolliert durchs Dropship schwebte, aber ich schaffte es nicht. Nach einigen, missglückten Versuchen, halt zufinden, gab ich schließlich auf. ,,Könnte mal jemand so gütig sein und mir helfen? ", knurrte ich genervt.
Es gibt immer einen Weg. Manchmal muss man ihn sich einfach selbst erarbeiten .
Sky Die Person schien eine Weile durch das Dropship zu schweben, bis sie schließlich ziemlich genervt nach Hilfe fragte. Es dauerte einen Moment lang, bis ich die Stimme erkannte. Sofort schlug ich meine Augen auf und sah zu der Person. "Nathan?! " fragte ich geschockt, erfreut, aber irgendwie auch ziemlich verwirrt. Ich streckte ihm sofort meine Hand hin,damit er sich festhalten konnte. "Was machst du denn hier?" sprudelte es aus mir raus.
Wer hinter die Puppenbühne geht, sieht immer Drähte...
Nathan Ich hielt mich an der Hand meiner kleinen Schwester fest. ,,Danke, dass du dich dazu erbahmt hast, mich festzuhalten, Schwesterchen.", meinte ich schnaubend. ,,Was denkst du denn, Sky? Glaubst du etwa, ich würde meine kleine Schwester alleine darunter lassen? Meine einzige Familie?", fragte ich sie ungläubig. Sky dachte doch nicht wirklich, dass ich sie alleine lassen würde. Was sollte sie denn ohne mich tun? Nicht, dass ich es ihr nicht zutrauen würde, alleine klar zukommen, aber sie war nunmal meine kleine Schwester. Ich würde sie nicht alleine lassen!
Es gibt immer einen Weg. Manchmal muss man ihn sich einfach selbst erarbeiten .
Sky Ich zog ihn näher zu mir und umarmte ihn dann erstmal so fest ich konnte. "Ich konnte ja nicht wissen, dass du überhaupt hier bist " sagte ich leise und entschuldigend zu ihm. "Ich... Woher soll ich denn wissen, dass du dich in das Dropship schleichst." murmelte ich und sah ihn dann an. Noch immer konnte ich es nicht fassen, dass er hier war, nur um mich nicht alleine zu lassen und ich hatte gedacht, dass ich ihn nie wieder sehen würde.
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Nathan Ich grinste leicht. ,,So langsam solltest du wissen, dass ich dich niemals alleine lassen würde. Ich hab dich doch lieb. Und ich habe es Mum versprochen.", sagte ich lächelnd und erwiderte ihre Umarmung. ,,Hat du einen Platz, auf den ich mich setzen kann? Ich würde nämlich ungern hier weiter so herumschweben.", fügte ich dann noch grinsend hinzu. So langsam war es nämlich wirklich nervig hier herumzuschweben.
Es gibt immer einen Weg. Manchmal muss man ihn sich einfach selbst erarbeiten .
Sky Ich lächelte glücklich. "Aber ich hätte nie gedacht, dass du dich hier aufs Dropship schleichen würdest. Wenn man dich erwischt hätte..." sagte ich leise und versuchte gar nicht erst darüber nach zu denken. Dann deutete ich auf einen Platz neben mir. "Hier ist einer Frei " sagte ich. anscheinend war das Dropship für mehr als 100 Leute geplant.
Wer hinter die Puppenbühne geht, sieht immer Drähte...
Nathan Ich zog mich auf den Sitz neben Sky und schnallte mich an. ,,Ich weiß, was passiert wäre, wenn sie mich erwischt hätten, Sky. Ich glaube, das weiß jeder hier. Die Hauptsache ist doch, dass sie es nicht haben und ich mit dir auf die Erde kann. Wir haben doch nur noch uns.", sagte ich ruhig zu ihr. Ich war schließlich nicht doof und wusste, was auf mich zugekommen wäre, wenn man mich erwischt hätte. Ich kannte unsere Gesetze nämlich ganz gut, da ich auch auf der Ark in der Wache gewesen war, bevor sie das mit Sky herausfanden. Dass mich der Tod erwartet hätte, was er da unten wahrscheinlich sowieso tat, wenn sie mich erwischt hätten, musste sie mir deswegen gar nicht sagen.
Es gibt immer einen Weg. Manchmal muss man ihn sich einfach selbst erarbeiten .
Sky Ich zwang mich erneut dazu tief durch zu atmen. "Weißt du eigentlich, warum genau wir auf die Erde geschickt werden? " fragte ich ihn schließlich leise, immerhin hatte keiner hier im Dropship wirklich eine Ahnung warum, es war in den Zellen aber auch nicht einfach an irgendwelche Informationen über die Geschehnisse auf der Ark zu bekommen. Ich lehnte meinen Kopf leicht gegen ihn, auch wenn das in der Schwerelosigkeit nicht so einfach war. "Ich hab Angst " gab ich leise zu.
Wer hinter die Puppenbühne geht, sieht immer Drähte...
Nathan Ich strich meiner kleinen Schwester beruhigend über den Kopf. ,,Ich weiß es nicht genau, aber ich vermute, dass sie testen wollen, ob man auf der Erde überleben kann.", antwortete ich ihr dann. Ich wusste, dass sie in den Zellen nicht viel mitbekamen, dass war ja schließlich auch der Sinn dieser Zellen. Sie sollten sie lehren, wie es ist, allein zusein. Als Sky meinte, dass sie Angst hätte, zog ich sie noch etwas näher zu mir. ,,Ich weiß, aber ich bin ja da, um dich zu beschützen. Dir wird nichts passieren.", sagte ich sanft.
Es gibt immer einen Weg. Manchmal muss man ihn sich einfach selbst erarbeiten .
Sky "Aber... Die Erde ist nicht sicher, niemand weiß, was die Verstrahlung mit ihr angestellt und wie verstrahlt sie jetzt noch ist! " sagte ich aufgebracht. Als ich gerade fragen wollte, warum sie dafür ausgerechnet Jugendliche nehmen wollten fiel es mir selbst auf. Weil wir nichts mehr wert waren für die Ark. Sobald wir 18 werden würden, würden wir gefloated werden und so oder so sterben. Ob jetzt auf der Erde oder in ein paar Jahren auf der Ark war doch eigentlich egal. Als Nathan mich näher an sich zog kuschelte ich mich an ihn
Wer hinter die Puppenbühne geht, sieht immer Drähte...
Nathan Ich lächelte sanft sanft. ,,Das wissen wir doch gar nicht. Vielleicht lässt es sich auf der Erde ja doch ganz gut leben und du machst dir jetzt völlig unnötig Sorgen.", versuchte ich meine kleine Schwester zu beruhigen. In Gedanken stellte ich für mich fest, dass es ja im Prinzip nichts anderes war, als gefloatet zu werden. Außer, dass wir zumindest noch die Chance hatten ,zu überleben . Wie gesagt, wir wussten nicht ,was uns auf der Erde erwarten würde.. .
Es gibt immer einen Weg. Manchmal muss man ihn sich einfach selbst erarbeiten .